Chronik

Wie in den meisten Dörfern unserer Region gab es früher in Schwollen eine „Pflichtfeuerwehr“. Hierzu wurden meist junge, kräftige Leute und handwerklich Begabte zum Dienst und zur Abwehr von Feuersbrünsten verpflichtet.

Seit dem Mittelalter bestand die Ausrüstung lediglich aus Ledereimern, um im Notfalle eines Brandes, in langen Personenketten das Wasser aus dem Schwollbach herbeizuschaffen. Später wurde die Ausrüstung durch Leitern und Einreißhaken ergänzt, bis etwa um das Jahr 1900 Pumpenspritzen und Schläuche als fortschrittliche Neuerungen angeschafft wurden.

Am 20. September 1957 gründete sich im Zuge der Umorganisation die „Freiwillige Feuerwehr der Ortsgemeinde Schwollen“ mit anfangs 23 Wehrleuten. Der an der Organisation und Aufstellung rege beteiligte Alfred Böß wurde zum 1. Wehrführer und führte die Wehr bis 1974. Während seiner Zeit wurde das erste Löschfahrzeug der Marke Borgward gebraucht gekauft.

Nach Alfred Böß übernahm Karl-Heinz Lorenz die Wehr bis 1980. In seiner Amtszeit wurde, um den Nachwuchs und seine Ausbildung sicherzustellen, 1974 die Jugendfeuerwehr Schwollen gegründet.

Im Jahre 1980 übernahm Edgar Frühauf die Wehrführeraufgaben und hatte dieses Amt bis 2007 inne. Unter ihm wurde Anfang der 80er Jahre ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) der Marke Ford Transit angeschafft. In den Jahren 1987 und 1988 wurde unser Gerätehaus umgebaut und durch eine Garage erweitert. Im Januar 1997 wurde das Tragkraftspritzenfahrzeug durch ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug (TLF16/25) aus Birkenfeld ersetzt. Dieses Fahrzeug war mit seinen fast 37 Jahren bis Februar 2013 im Dienste der Schwollener Wehr.2007 übergab Edgar Frühauf sein Amt an Christian Merker, der die Wehr bis Januar 2013 führte. Manuel Müller wurde sein Nachfolger. 2008 bekam die Feuerwehr Schwollen ein weiteres gebrauchtes Fahrzeug, das in Eigenleistung zu einem Mehrzweckfahrzeug (MZF1) umgebaut wurde. In den Jahren 2010 bis 2011 wurde das Feuerwehrgerätehaus erneut erweitert. Es wurde eine großräumige Garage mit 2 Stellplätzen errichtet, um eine Unterstellmöglichkeit für unser am 06.02.2013 in Dienst gestelltes Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 10/10) zu schaffen, welches das betagte Tanklöschfahrzeug ersetzt hat.

Seit dem Jahr 2007 sind die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Birkenfeld in Ausrückebereiche eingeteilt. Neben der eigenen Wehr gehören zum “Ausrückebereich 3” noch die Feuerwehren aus Hattgenstein und Wilzenberg-Hußweiler, die bei allen Schadenslagen zusammen alarmiert werden. Durch regelmäßige Übungen, Aus- und Fortbildungen wird das Wissen der Feuerwehrleute ständig aufgefrischt und ausgebaut.